DER ETWAS ANDERE ARBEITSPLATZ

Airbnb ist so etwas wie unser garantiertes Zuhause in den letzten 7 Monaten geworden. Denn wenn es möglich ist buchen wir an allen Standorten via Airbnb unsere Unterkunft. Aus dem einfachen Grund, dass hier alles zusammen fließt, was wir brauchen und das Beste ist die direkte Connection zu den „Einheimischen“, zu denen, die wissen was ihre Stadt besonders und lebenswert macht und natürlich auch wissen was grad angesagt ist und stattfindet.

In San Francisco haben wir das Headquarter von Airbnb besucht, um einmal selbst zu sehen wer eigentlich dahinter steckt, wie es dort aussieht und ob es wirklich so ein kreativer und individueller Arbeitsplatz ist, wie überall geschrieben steht.

Als wir ankommen werden wir gebeten in der Lobby Platz zu nehmen. Wir lassen uns auf einem gemütlichen Ledersofa nieder und blicken uns um – irgendwie kommt es uns hier bekannt vor. Es dauert einen Moment bis wir realisieren, dass wir quasi mitten in einer echten Airbnb-Wohnung sitzen. Genau genommen befinden wir uns im Wohnzimmer von Sam mitten in Brooklyn, New York. Und das ist die erste Wohnung die wir zu Beginn unserer Reise im September bei Airbnb angefragt haben. Neben dem Sofa steht es in einem Bilderrahmen geschrieben. Mit Fotos und der Beschreibung, wie im originalen Angebot auf der Website. Damals war Sam leider nicht mehr verfügbar, aber nun saßen wir letztendlich doch noch auf seinem Sofa.

Dann werden wir aber auch schon abgeholt und erleben eine 1,5 stündige Entdeckungstour über alle 3 Etagen des Open Work Spaces. Wir sehen die unterschiedlichsten Arbeitsplätze, denn das nachempfundene Apartment von Sam im Eingangsbereich war nur der Anfang. So schlendern wir quasi durch ein Bungalow auf Bali, einem Wohnzimmer eines Schwedenhausen oder passieren einen Wohnwagen der eigentlich in Australien steht. Viele Mitarbeiter haben gar keinen festen Schreibtisch sondern nur einen Hochtisch mit Schrank für ihre persönlichen Dinge und suchen sich dann jeden Tag ihren eigenen Arbeitsplatz. So kannst Du an einem Tag deine Skype-Konferenz in einem Hello Kitty Room abhalten und am Nachmittag in einer Hängematte mit Blick über die Stadt deine Emails beantworten. Klingt das nicht großartig? Auf den ersten Blick Ja – das sieht es nach großer Freiheit aus die einem ermöglicht durch immer wieder neue Arbeitsplätze, andere Nachbarn und unterschiedliche Umfelder kreativ zu werden und andere Blickwinkel ermöglicht. Im Gespräch mit einigen Mitarbeitern, ob sie gerne hier arbeiten und diese Vielfalt nutzen, antworten sie alle mit vollster Überzeugung „Ja“. Manch Einer setzt dann aber nach, dass es auch nicht immer so easy ist, wie es aussieht. Denn dass sie sogar Freunde einladen mit ihnen im Büro Mittag zu essen und dort Zeit zu verbringen, machte sie nachdenklich ob an dieser Stelle der Job nicht zu sehr mit dem Privatleben verschwimmt. Uns wird berichtet, dass es an einem Ort wie diesem, der an verschiedenen Möglichkeiten nur so trotzt, manchmal auch gar nicht so leicht ist, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und das zu tun was getan werden muss. Denn es handelt sich nach wie vor um einen Arbeitsplatz.

Nach unserem Blick hinter die Kulissen können wir bestätigen, Ja es ist ein Arbeitsplatz der etwas anderen Art. Ein Arbeitsplatz der nicht nur räumlich in seiner Vielfältigkeit begeistert sondern besonders durch seine Nähe zur eigenen Marke, die durch die nachempfundenen Angebote perfekt inszeniert, den eigenen Service erlebbar macht. Ein Ort an dem eine Community entstanden ist und an dem jeder auch über sein eigenes Themenfeld hinaus inspriert werden kann.

Jedoch hat auch uns die Vielfalt an Möglichkeiten nachdenklich gestimmt und wir nehmen die Frage mit, wie viel davon im Arbeitsumfeld eigentlich gut tut – und sind uns sicher dass es auch darauf nur ganz individuelle Antworten geben kann.

PHOTOS BY INSPIRED EXPERIENCE